vlnr: Heinz Wykypiel | Vera Dietl | Barbara Mangweth-Matzek | Herbert Tilg

Presse

What people say?

Bei extremem Übergewicht setzen Experten der Medizinischen Universität Innsbruck immer öfter auf chirurgische Eingriffe. Eine Operation alleine reicht aber oft nicht, um das Gewicht auf Dauer zu reduzieren. An der Klinik wird eine umfassende Behandlung angeboten.
Pro Jahr erhalten rund 110 Menschen mit schwerem Übergewicht (Adipositas) an der Klinik Innsbruck eine Magenoperation. Die Ärzte sehen den Eingriff als geeignetes Mittel, Betroffenen zu helfen. Sie weisen aber auch darauf hin, dass die OP nicht alle Probleme löst. Was der Eingriff kann, das weiß Vera Dietl. Die 28-jährige Tirolerin hat 60 Kilo verloren und ein neues Lebensgefühlt gewonnen.
Adipositas ist eine Erkrankung, die im Tod enden kann. Dabei ist das große Übergewicht zumeist gar nicht selbst verschuldet. Experten klären am morgigen Adipositastag auf.
23 Prozent der Frauen und 20 Prozent der Männer in Europa sind adipös • PatientInnen werden in Innsbruck interdisziplinär behandelt • Welt-Adipositas-Tag 11. Oktober 2018: Informationsveranstaltung für Betroffene Adipositas ist eine potentiell tödliche Erkrankung. Nach Schätzung der WHO sind in Europa rund 23 Prozent aller Frauen und 20 Prozent der Männer adipös. Die Behandlung der Betroffenen ist eine Herausforderung. An den Innsbrucker Univ.-Kliniken werden besonders komplexe Fälle behandelt. Die „Interdisziplinäre Arbeitsgruppe Bariatrische Chirurgie“ begleitet PatientInnen von der Abklärung bis zur Langzeitnachsorge.
Adipositas ist als Erkrankung eine Folge der Konsumgesellschaft, doch die meisten Menschen denken, Übergewicht sei selbstverschuldet. Fast ein Drittel der Weltbevölkerung ist übergewichtig. Wissenschafter sprechen bereits von einer globalen Gesundheitskrise, und die Weltgesundheitsorganisation fordert eine 20-prozentige Zuckersteuer für Getränke. Denn Experten sind sich einig, dass für die Zunahme von Adipositas, also starkem Übergewicht, vor allem veränderte Umweltbedingungen verantwortlich sind.
Rund 670 Millionen Menschen leiden weltweit an Fettleibigkeit, die Kosten für die Gesundheitssysteme explodieren Dicke Menschen sind an ihrem Übergewicht selbst schuld. Sie bräuchten ja nur weniger zu essen: Das ist eines jener Vorurteile, mit denen nicht nur Übergewichtige selbst, sondern auch die Medizin und die Aktanten im Gesundheitssystem zu kämpfen haben. "Die Ursachen für Adipositas sind allerdings viel komplexer", sagt Friederich Hoppichler, Präsident der österreichischen Adipositas Gesellschaft (ÖAG).
Menü schließen